die tollsten Handschuhe der Welt :)

Darf ich vorstellen: Meine neuen Handschuhe - gesehen, verliebt, gekauft. Und nein, es ist mir NICHT peinlich.
Ich liebe sie :)
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ist

Es ist wie im Rausch. Wie Leben in der Vergangenheit. Plötzlich träume ich von Orten aus meiner Vergangenheit, plötzlich verliere ich mich in alten Liedern, plötzlich denke ich an Personen, die schon längst nicht mehr Teil meines Lebens sind. Ich schwelge in der Vergangenheit und ich weiß nicht einmal, wieso.
Plötzlich höre ich wieder "Die Kelly Family", auch wenn´s bescheuert zu sein scheint. Damals waren die Kellys meine absolute Lieblingsband, ich war mit 11 auf einem Konzert von ihnen - und ich kann mich noch genau dran erinnern. Ich sehe mir alte Videos bei youtube an und ich weiß nicht wieso, aber ich habe solch ein merkartiges Gefühl dabei. Irgendwie geht mir plötzlich deren Schicksal total nah, besonders momentan das von Paddy - der wohl beliebteste Kelly lebt heute in einem Kloster in Frankreich. Er wählte diesen Weg, nachdem er in Depressionen verfiel und sich umbringen wollte. Ich höre "flip a coin" und kriege Gänsehaut.
Was ist nur geworden?
Irgendwie bin ich traurig und weine innerlich über all die verloren gegangenen Momente. Ich möchte einige davon noch einmal erleben, ich möchte einige zurück, ich möchte in einigen ganz bestimmten Momenten l e b e n. Es noch einmal fühlen. Stattdessen weine ich innerlich über diese alten Momente. Ich weiß nicht, warum das plötzlich so ist.
Auch bei den Kellys war nicht immer alles Eitel Sonnenschein. Und was aus ihnen geworden ist, dass sieht man ja jetzt.
Irgendwie macht mir das Angst. Das -älterwerden-.
Es ist so komisch, so komisch, dieses Gefühl, das ich empfinde. Ich kann mich kaum so ausdrücken, ich weiß es vielleicht selbst nicht einmal. Es ist eben einfach so. Ich wünsche mir gerade jetzt den Moment zurück, in dem ich über Kopfhörer laut das Album "over the hump" von den Kellys hörte, mitsang und dabei an meinem Schreibtisch saß und malte, las oder Tagebuch schrieb.
Ich könnte gerade heulen, einfach so - es ist verrückt, ja.
Und ich habe keine Ahnung, warum.
Velleicht möchte ich meine Kindheit noch einmal leben. Nur ein bisschen 'anders'.
Vielleicht möchte ich einfach nur mal wieder komplett Kind sein - und es dann auch dürfen? Oder eher vielleicht: Es dann auch können?
Warum, wieso, weshalb: Keine Ahnung. Aber so fühle ich mich momentan eben einfach.
Ein bisschen verloren.


.-.-.flip a coin, head you win, tails you lose.-.-.

frisch gebacken

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Heute hab ich es doch tatsächlich geschafft und Kekse gebacken. Kleine Brezeln mit Schokoüberzug und Kekse mit Marmelade oben drauf. *lecker*
Die Hälfte nehme ich jetzt mit zum Geburtstag meines Opas.
Auf auf!

geträumt

Da sehe ich kurz vorm einschlafen wieder einmal "into the wild" und schwupps träume ich wieder mal völligen Scheiß zusammen. Da befinde ich mich plötzlich in der alten Wohnung meiner Großeltern, ich kann es riechen, anfassen, fühlen, aber das Treppenhaus ist eng und eine steile, blaue, runde Wendeltreppe führt nach oben zu ihrer Wohnung. Meine Oma hätte so niemals ihre Wohnung erreicht. Dann werde ich von dort verfolgt, laufe weg, verstecke mich im Gebüsch, werde durch Zufall von meinen Verfolgern aufgegriffen, werde sexuell belästigt, laufe weg, habe plötzlich ein altes, amerikanisches Auto und fahre über die Highways der USA. Ich verliere mein Handy, habe eine Autopanne und sitze irgendwo im Nirgendwo der amerikanischen Pampa und hoffe, dass mich jemand mitnimmt. Alle Unterhaltungen träume ich auf Englisch. Dann trampe ich durchs Land, spühre die Freiheit und lasse alles, was mich ausweisen könnte, hinter mir, weil ich es entweder eh längst verloren hab, oder ich es aus Zeitmangel auf der Flucht nicht mitnehmen konnte.
Dann piept mein Handy und ich werde wach. Mein Schatz schrieb mir eine SMS. Die Erinnerung an das weite Land bleibt.

Immer wieder Flucht, enge Räume, Freiheitsgeruch, Kindheitserinnerungen, Hast, Angst, Mut und Verzweiflung. Meine Träume sind komisch - aber ich bin froh, überhaupt wieder mal bewusst zu träumen.

ein Stückchen weiter

Ich glaube ich habe einfach nur eine Menge Angst und Schiss vor der neuen Hürde, die mit dem Referendariat auf mich zukommen würde.
Es geht mir kaum um die Tatsache, dass ich nicht Lehrerin werden möchte, denn das ist es nicht, es ist gelogen, egal wie schön ich es abstreiten und begründen kann. Nein, das ist es nicht, ich möchte Lehrerin werden, aber dieser Beruf ist jetzt nicht der Himmel auf Erden für mich, weil es dafür einfach noch zu viele andere Dinge gibt, die mich interessieren.
Ich glaube, es ist einfach nur die Angst, mit der neuen Herausforderung nicht umgehen zu können, die mich das Referendariat ablehnen lässt.
Es ist die Angst, den ganzen organisatorischen Krams nicht auf die Reihe zu bekommen, es ist die Angst, in eine Stadt versetzt zu werden, in die ich nicht möchte, es ist die Angst, finanziell einfach nicht zurecht zu kommen, es ist die Angst, es einfach nicht gut machen zu können – sowohl gut für meine Mentoren, als auch für die Schüler und im Endeffekt gut genug für MICH. Ich stehe mir da nämlich selbst am meisten im Weg.
Immer und immer wieder tritt dieser Gedanke auf, immer und immer wieder schleicht sich die Frage „was, wenn du zum Februar eine Stelle bekommst?“ in mein Hirn. Und die eigentliche Frage daran ist nicht „soll ich es machen?“ sondern „schaffe ich das?“.
Jeder, der mit mir zusammen studiert hat und mich ein bisschen besser kennt macht immer ganz große Augen, wenn ich ihnen sage „ich möchte nicht“. Niemand von ihnen kann mich verstehen, alle sagen dasselbe: „Was, ausgerechnet du? Du warst doch immer Feuer und Flamme und hast dich eingesetzt! So jemanden wie dich brauchen die Schüler, du hast das doch immer total gut gemacht und dir auch mal wirklich Gedanken gemacht.“
Ja vielleicht.
Ja na ja, stimmt schon.
Eigentlich mache ich das auch total gerne.
Und je länger ich die letzte Zeit darüber nachgedacht habe, desto mehr komme ich zum eigentlich Kernproblem. Es ist nicht die Frage, ob es die richtige Berufswahl war, es ist viel mehr die Frage, ob ich genug Durchhaltevermögen habe, ob ich genug Mut und Durchsetzungskraft habe, ob ich genug Intelligenz besitze und ob ich genug Knowhow im Zeitmanagement besitze und vor allem, ob ich noch mal genug Nerven habe, diese Prüfungssituationen durchzustehen.
Am meisten an der ganzen Sache macht mir nämlich die Tatsache der ständigen Beobachtung und den bevorstehenden Prüfungen zu schaffen. Das Examen hat mir den letzten Nerv geraubt, weil ich einfach kein Prüfungsmensch bin. Es hat mich vergessen lassen, WOFÜR ich das eigentlich alles gemacht hab. Und ohne zu lügen, es ist gar nicht so einfach, dass „darum“ wieder zu finden.
Ich habe Angst, der ganzen Sache nicht gewachsen zu sein. Angst, dass ich es nicht schaffe.
Noch nie hatte ich solche Zweifel an mir. Es war immer klar, dass ich es irgendwie schaffe. „Irgendwie“.
„Irgendwie“ ist genau der Knackpunkt. Immer bin ich irgendwie durchgekommen, irgendwie hab ich es immer geschafft.
Aber mir reicht dieses „irgendwie“ nicht mehr, denn irgendwann wird es den Moment geben, an dem es „irgendwie“ nicht geklappt hat. Und da es schon jetzt im Examen nicht der Fall war, so muss der Moment doch letztendlich im Referendariat kommen... Irgendwann muss ich auf die Schnauze fliegen, oder? Und bitte, nicht im Referendariat. Es gab in der Vorzeit genug passende Momente, jetzt habe ich aber Angst, dass ich versage. Ganz einfach.
Da ist die Angst, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen und den alten ein Stückchen zu verlassen.
Momentan ist es gut so, wie es ist.
„Du musst etwas wagen, um was zu bewegen und weiter zu kommen.“
Ja, aber ein Stillstand ist im Moment so unendlich einfacher.

i´m gonna close my eyes...


Das Konzert war toll. Besonders dieses Lied, gemeinsam mit Helgi Jonsson hat mir imponiert. Tina trat ganz spartanisch nur mit zwei weiteren männlichen Musikern auf und spielte unplugged. Die Frau ist einfach toll! Statt Stehplätze gabs nur Sitzplätze- angenehme Atmossphäre um ihre Musik zu genießen. Wir ergatterten Plätze in der vierten Reihe. Total toll. Sie spielte alle meine Lieblingslieder, ausser "let´s get lost", was ich total schade fand, ich liebe es so.
Eigentlich sind ihre Lieder recht schwer. Sie erzählt so viele ernste Geschichten, da ist soviel dahinter... Manches wurde mir jetzt erst durch das Konzert und ihre Kommentare dazu klar.
Und live ist sie tausend mal besser als auf CD.
Der Saal war zur Hälfte voll mit Dänen, Tina ist ja aus Dänemark und die haben sie auch ordentlich gefeiert, aber zu meinem Glück sprach sie auf Englisch und nicht auf Dänisch- ich hätte sonst nichts verstanden.
I´m gonna close my eyes and count to ten, and when I open them again, everything will make sense to me then...

Ich vergeude meine Zeit. Ich tigere durch die Wohnung, mache hier was, da was, aber zu einem "Projekt" komme ich nicht.
Merkwürdig alles.
Irgendwie ist da was leer. Ich weiß auch nicht.
Und ich singe weiter, immer und immer wieder zähle ich bis 10... sometimes the fastest way to get there is to go slow...
Und wieder lakiere ich mir die Fingernägel, weil ich jetzt Zeit dafür hab und weil der Lack nicht sofort wieder durch die Arbeit abgeht.

aufgeräumt

Irgendwie ist da momentan so eine innere Aufgeräumtheit vorhanden.
Klingt komisch.
Ist es auch.
Zumindest für mich.
Eigentlich stelle ich sowas ja immer dann besonders fest, wenn meine unmittelbare Umgebung ebenso aufgeräumt ist - und das nicht nur am Tage des Aufräumens, sondern über einen längeren Zeitraum. Ich bin ja gerne mal der Schlusi und lass alles einfach sein, um dann irgendwann den Rappel zu bekommen und wieder alles in Ordnung zu bringen. Es gibt also eigentlich immer nur Phasen der Unordnung mit gezielten Ordnungszeiten.
Seit Tagen schon ist mein Zimmer aufgeräumt (ok, für MEINE Verhältnisse! *g*), mein Schreibtisch sieht aus wie ein Schreibtisch, nicht wie eine riesige Papiersammelstelle. Die Küche sieht immer ordentlich aus und das Bad ebenso.
Und dann kommt es vor, dass ich hier sitze und nicht weiß, was ich jetzt eigentlich machen soll.
Es ist ja alles erledigt.
Nichts, was mich so sehr grübeln lässt, dass es mich in meinen täglichen Handlungen beeinflusst. Wenn ich sauer bin beispielsweise, dann höre ich laut Rockmusik und putze dabei, um mich abzureagieren. Wenn ich abdrehe, dann höre ich laut Katy Perry und tanze durch die Wohnung. Wenn ich müde werde zieht mich die Couch und ein guter Film an. Und so weiter und so fort.
Und dann gibt es so Momente, in denen ich gar nicht weiß, was ich tun soll, weil ich weder sauer, noch müde, noch abgedreht, noch sonstwas bin, ich habe nicht mal irgendwelchen Uni-Kram zu erledigen - wie auch, bin ja keine Studentin mehr.
Das ist komisch. Ich kenne das gar nicht mehr. Irgendeine Verpflichtung hatte ich IMMER. Entweder Arbeit oder Uni, Hausarbeit oder Hobby. Aber mein Zeitplan war IMMER voll. Und jetzt plötzlich stelle ich fest, dass ich mehr Zeit habe als zuvor.
Ich verschlafe nicht mehr wie früher den halben Tag. Ich gehe nur noch zur Arbeit, nicht auch parallel noch in die Uni.
Jetzt, wo ich so drüber nachdenke - ich kann mich doch eigentlich mal wieder richtig mit meiner Musik befassen. Mich aktiv damit auseinandersetzen. Aber irgendwie kommt mir da auch immer wieder etwas dazwischen. Ich bräuchte einen schalldichten Raum, damit ich nicht immer Angst haben muss, meine Nachbarn zu stören.
Nächste Woche habe ich frei. YES! Und ich frage mich ernsthaft, was ich denn eigentlich die Woche über vorhabe. Nur rumgammeln kann ich irgendwie gar nicht. Ich brauche etwas zu tun. Ich brauche eine Aufgabe. Mal sehen.
Ich glaube, eigentlich bin ich ein Workaholic. Wenn man mich lässt.
Vielleicht ist mein Kopf aber auch einfach nur auf Standby.

BILD-Aufregung

Folgendes stand als riesige Schlagzeile auf Seite eins der heutigen BILD-Zeitung, am 22. Oktober 2009:

Schweinegrippe - BILD testet Impfung

-10 Redakteure berichten, wie sie wirklich ist-

In vier Tagen beginnt die Massenimpfung gegen Schweinegrippe in Deutschland. BILD durfte den Impfstoff, den Millionen Deutsche bekommen sollen, vorab testen. Zehn Redakteure ließen sich gestern in einer Arztpraxis impfen. Sie berichten, wie die Impfung abläuft - und ob es weg getan hat.


Was müssen das für zehn heroische Menschen gewesen sein, die sich freiwillig dieser großen, schaurigen, anstrengenden und gefährlichen Prozedur unterzogen haben, dessen aufopferungsvolle Tat Millionen Leser berühren wird und einer Seite-1-Schlagzeile mehr als würdig erscheint. Sicherlich mussten diese zehn BILD-Mitarbeiter ein hartes Casting durchlaufen, damit wirklich nur die Besten dieser Aufgabe ins Auge blicken konnten. Sie berichten nun also von ihrer großen Tat, von dem Moment, in dem das Serum unter die Haut geht und sie förmlich spühren, wie sie plötzlich immun gegen die Viren werden, sie spühren, wie sich der Stoff in ihrem Körper ausbreitet und sie Teil eines ganz besonderen Moments werden. Diesen zehn Auserwählten gilt mein ganzer Respekt, weil sie sich trauten, in einer Arztpraxis ein Serum spritzen zu lassen, welches vor ihnen noch kaum jemand getestet hat, nur sie haben dich Macht, sie können mir nun wertvolle Eindrücke über den Ablauf einer Impfung geben. Ja sogar noch mehr, sie können mir von dem wagemutigen Schritt in allen Einzelheiten berichten, SIE sind die Auserwählten und würden sogar Schmerzen in Kauf nehmen. Was tut die BILD nicht alles, um uns Normalsterblichen den Alltag zu erklären. Niemals nie könnte ich mich mit ihnen vergleichen, zu Blass erscheint neben ihrer heroischen Leistung meine letzte Tetanus-Impfung, die ich unter großer Nervosität empfangen habe und dessen Prozedur mit der nervenaufreibenden Schweinegrippeimpfungsprozedur nicht annähernd vergleichbar wäre. Zumindest wird darüber keine Schlagzeile auf Seite 1 gedruckt.

Ich konnte es nicht fassen, als ich diese Schlagzeile las. Wie kommen die denn bitte zu so einem Scheiß??? Gibt es nichts Wichtigeres, als zu beschreiben wie eine Impfung abläuft? Sowas lernt man schon im Kindergarten und wieso haben die, anstatt wie üblich die Testpersonen, schon jetzt den Impfstoff?
Wer zum Teufel hat diesen dämlichen Eintrag auf der BILD-Zeitung verfasst? Der Praktikant?
Deutschland, was ist los mit dir?

die roten Matrosen

Als ich vorhin nach dem Zahnarzttermin noch in die Stadtbücherei ging und ein bisschen stöberte, fiel mir ganz urplötzlich wieder die Wendepunkttrilogie von Klaus Kordon ein.
Es war damals wieder mal so ein Tag, an dem ich in der Bücherei herum streunte. Eine Leseratte war ich irgendwie schon immer, und als ich alt genug war und alleine in die Stadt gehen durfte, war die Bücherei mein zweites Zuhause. Durch so manches Bücherregal der Kinder-und Jugendabteilung habe ich mich quasi komplett durch gelesen. Irgendwann fiel mir dann die historische Abteilung ins Auge - und mit ihr historische Romane für Kinder. Das war wohl der Anfang meiner Passion für historische Romane.
Und eben ein Buch tat es mir damals besonders an: "Mit dem Rücken zur Wand" von Klaus Kordon. Ich habe es quasi verschlungen. Irgendwann fiel mir auf, dass es davon auch noch zwei andere Teile gab - ich las danach den dritten Teil und erst danach den ersten, weil die Teile damals ausgeliehen waren.
Bis heute liebe ich diese Bücher.
Es ist lange her, dass ich sie gelesen habe, aber noch heute erinnere ich mich an so manche Szene, als hätte ich sie erst eben gerade gelesen. Diese Bücher las ich mehrmals, immer und immer wieder lieh ich sie mir aus. Ich war schon fast zu einer Bewohnerin der Ackerstraße im Berliner Wedding geworden, ich konnte mich so verdammt gut mit allem identifizieren, als hätte ich selbst dort zu dieser Zeit gelebt.
Diese drei Bücher gingen mir so nahe damals - es war wie ein Rausch.
Wenn ich sie lese, ist es wie ein Stück Zuhause.
Das klingt komisch, aber ich kann es auch nicht wirklich erklären. Sie sind ein Teil von meiner Kindheit und sie haben mich schon damals entscheidend geprägt - seit dem Moment brannte ich quasi für den Teil deutscher Geschichte, den meine Großeltern noch erlebt hatten. Ich verschlang alles, was mit Berlin zu tun hatte, in meinen Träumen lief ich mit den Jungs aus der Ackerstraße durch Berlin und sammelte Feuerholz, als es im Winter so kalt war und es nichts zu essen gab. Ich wurde Expertin über die NS-Zeit - weil mich das Schicksal der ganz normalen Arbeiterfamilie im Berliner Wedding, in der Ackerstraße, so fasziniert hatte.
Mit Helle Gebhardt bin ich gewachsen.
Klaus Kordon hat mit dieser Reihe meines Erachtens einen Meilenstein deutscher Kinder-und Jugendliteratur geschaffen, weil er die Ereignisse einfach so lebendig in die Geschichte der Gebhardts verpackt, dass man völlig in die Welt eintaucht und plötzlich sogar versteht.
Mit ihm fing mein Interesse für Geschichte erst richtig an.
Ohne diese Bücher hätte ich vielleicht komplett andere Themen gelesen, aber er veränderte alles.
Heute stand ich in der Bücherei und suchte genau dieses Buch, den ersten Teil "Die roten Matrosen" heraus. Ich wollte es ausleihen, aber meine Karte war gesperrt - und die Frau hinter der Theke war sowas von unfreundlich, dass ich in dem Moment so wütend wurde und die Verlängerungsgebühr nicht bezahlen wollte, so dass ich die Bücher wieder zurück stellte.
Draussen bog ich ohne Umschweife in den nächsten Bücherladen ab, fragte die Verkäuferin sofort nach "Klaus Kordon´s Die roten Matrosen", nahm es und kaufte es vom Fleck weg.
Jetzt gehört der erste Teil mir. Nach all den Jahren.
Die nächsten beiden Bände werden folgen. Es war eh schon lange fällig.
Und morgen, wenn ich bei meinem Schatz in der Wohnung auf die Handwerker warten muss, werde ich wieder mit Helle im 4. Hinterhof der Ackerstraße 37 im Berliner Wedding stehen und die Umbruchsstimmung spühren.
Sehnsucht.

Sternenwanderin

man darf ruhig mal nach den Sternen greifen

Weltraumpost an mich?

Sternenpost

die sind ja süüüß....
die sind ja süüüß. anni. die passen...
shekaina (Gast) - Fr, 6. Nov, 21:08
coole handschuhe :D ...und...
coole handschuhe :D ...und mein fernseher lebt ja auch...
Ant (Gast) - Fr, 6. Nov, 20:57
ahhhhhh wie cool!! ich...
ahhhhhh wie cool!! ich will auch ^^
mie (Gast) - Fr, 6. Nov, 20:21
die tollsten Handschuhe...
Darf ich vorstellen: Meine neuen Handschuhe - gesehen,...
sternenwanderin - Fr, 6. Nov, 20:03

Weltraumtür

Du bist nicht angemeldet.

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Begegne dem, was auf dich zukommt, nicht mit Angst, sondern mit Hoffnung. (Franz von Sales)

Mitwanderer

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Zuletzt aktualisiert: Fr, 6. Nov, 21:08

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