ein Stückchen weiter
Ich glaube ich habe einfach nur eine Menge Angst und Schiss vor der neuen Hürde, die mit dem Referendariat auf mich zukommen würde.
Es geht mir kaum um die Tatsache, dass ich nicht Lehrerin werden möchte, denn das ist es nicht, es ist gelogen, egal wie schön ich es abstreiten und begründen kann. Nein, das ist es nicht, ich möchte Lehrerin werden, aber dieser Beruf ist jetzt nicht der Himmel auf Erden für mich, weil es dafür einfach noch zu viele andere Dinge gibt, die mich interessieren.
Ich glaube, es ist einfach nur die Angst, mit der neuen Herausforderung nicht umgehen zu können, die mich das Referendariat ablehnen lässt.
Es ist die Angst, den ganzen organisatorischen Krams nicht auf die Reihe zu bekommen, es ist die Angst, in eine Stadt versetzt zu werden, in die ich nicht möchte, es ist die Angst, finanziell einfach nicht zurecht zu kommen, es ist die Angst, es einfach nicht gut machen zu können – sowohl gut für meine Mentoren, als auch für die Schüler und im Endeffekt gut genug für MICH. Ich stehe mir da nämlich selbst am meisten im Weg.
Immer und immer wieder tritt dieser Gedanke auf, immer und immer wieder schleicht sich die Frage „was, wenn du zum Februar eine Stelle bekommst?“ in mein Hirn. Und die eigentliche Frage daran ist nicht „soll ich es machen?“ sondern „schaffe ich das?“.
Jeder, der mit mir zusammen studiert hat und mich ein bisschen besser kennt macht immer ganz große Augen, wenn ich ihnen sage „ich möchte nicht“. Niemand von ihnen kann mich verstehen, alle sagen dasselbe: „Was, ausgerechnet du? Du warst doch immer Feuer und Flamme und hast dich eingesetzt! So jemanden wie dich brauchen die Schüler, du hast das doch immer total gut gemacht und dir auch mal wirklich Gedanken gemacht.“
Ja vielleicht.
Ja na ja, stimmt schon.
Eigentlich mache ich das auch total gerne.
Und je länger ich die letzte Zeit darüber nachgedacht habe, desto mehr komme ich zum eigentlich Kernproblem. Es ist nicht die Frage, ob es die richtige Berufswahl war, es ist viel mehr die Frage, ob ich genug Durchhaltevermögen habe, ob ich genug Mut und Durchsetzungskraft habe, ob ich genug Intelligenz besitze und ob ich genug Knowhow im Zeitmanagement besitze und vor allem, ob ich noch mal genug Nerven habe, diese Prüfungssituationen durchzustehen.
Am meisten an der ganzen Sache macht mir nämlich die Tatsache der ständigen Beobachtung und den bevorstehenden Prüfungen zu schaffen. Das Examen hat mir den letzten Nerv geraubt, weil ich einfach kein Prüfungsmensch bin. Es hat mich vergessen lassen, WOFÜR ich das eigentlich alles gemacht hab. Und ohne zu lügen, es ist gar nicht so einfach, dass „darum“ wieder zu finden.
Ich habe Angst, der ganzen Sache nicht gewachsen zu sein. Angst, dass ich es nicht schaffe.
Noch nie hatte ich solche Zweifel an mir. Es war immer klar, dass ich es irgendwie schaffe. „Irgendwie“.
„Irgendwie“ ist genau der Knackpunkt. Immer bin ich irgendwie durchgekommen, irgendwie hab ich es immer geschafft.
Aber mir reicht dieses „irgendwie“ nicht mehr, denn irgendwann wird es den Moment geben, an dem es „irgendwie“ nicht geklappt hat. Und da es schon jetzt im Examen nicht der Fall war, so muss der Moment doch letztendlich im Referendariat kommen... Irgendwann muss ich auf die Schnauze fliegen, oder? Und bitte, nicht im Referendariat. Es gab in der Vorzeit genug passende Momente, jetzt habe ich aber Angst, dass ich versage. Ganz einfach.
Da ist die Angst, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen und den alten ein Stückchen zu verlassen.
Momentan ist es gut so, wie es ist.
„Du musst etwas wagen, um was zu bewegen und weiter zu kommen.“
Ja, aber ein Stillstand ist im Moment so unendlich einfacher.
Es geht mir kaum um die Tatsache, dass ich nicht Lehrerin werden möchte, denn das ist es nicht, es ist gelogen, egal wie schön ich es abstreiten und begründen kann. Nein, das ist es nicht, ich möchte Lehrerin werden, aber dieser Beruf ist jetzt nicht der Himmel auf Erden für mich, weil es dafür einfach noch zu viele andere Dinge gibt, die mich interessieren.
Ich glaube, es ist einfach nur die Angst, mit der neuen Herausforderung nicht umgehen zu können, die mich das Referendariat ablehnen lässt.
Es ist die Angst, den ganzen organisatorischen Krams nicht auf die Reihe zu bekommen, es ist die Angst, in eine Stadt versetzt zu werden, in die ich nicht möchte, es ist die Angst, finanziell einfach nicht zurecht zu kommen, es ist die Angst, es einfach nicht gut machen zu können – sowohl gut für meine Mentoren, als auch für die Schüler und im Endeffekt gut genug für MICH. Ich stehe mir da nämlich selbst am meisten im Weg.
Immer und immer wieder tritt dieser Gedanke auf, immer und immer wieder schleicht sich die Frage „was, wenn du zum Februar eine Stelle bekommst?“ in mein Hirn. Und die eigentliche Frage daran ist nicht „soll ich es machen?“ sondern „schaffe ich das?“.
Jeder, der mit mir zusammen studiert hat und mich ein bisschen besser kennt macht immer ganz große Augen, wenn ich ihnen sage „ich möchte nicht“. Niemand von ihnen kann mich verstehen, alle sagen dasselbe: „Was, ausgerechnet du? Du warst doch immer Feuer und Flamme und hast dich eingesetzt! So jemanden wie dich brauchen die Schüler, du hast das doch immer total gut gemacht und dir auch mal wirklich Gedanken gemacht.“
Ja vielleicht.
Ja na ja, stimmt schon.
Eigentlich mache ich das auch total gerne.
Und je länger ich die letzte Zeit darüber nachgedacht habe, desto mehr komme ich zum eigentlich Kernproblem. Es ist nicht die Frage, ob es die richtige Berufswahl war, es ist viel mehr die Frage, ob ich genug Durchhaltevermögen habe, ob ich genug Mut und Durchsetzungskraft habe, ob ich genug Intelligenz besitze und ob ich genug Knowhow im Zeitmanagement besitze und vor allem, ob ich noch mal genug Nerven habe, diese Prüfungssituationen durchzustehen.
Am meisten an der ganzen Sache macht mir nämlich die Tatsache der ständigen Beobachtung und den bevorstehenden Prüfungen zu schaffen. Das Examen hat mir den letzten Nerv geraubt, weil ich einfach kein Prüfungsmensch bin. Es hat mich vergessen lassen, WOFÜR ich das eigentlich alles gemacht hab. Und ohne zu lügen, es ist gar nicht so einfach, dass „darum“ wieder zu finden.
Ich habe Angst, der ganzen Sache nicht gewachsen zu sein. Angst, dass ich es nicht schaffe.
Noch nie hatte ich solche Zweifel an mir. Es war immer klar, dass ich es irgendwie schaffe. „Irgendwie“.
„Irgendwie“ ist genau der Knackpunkt. Immer bin ich irgendwie durchgekommen, irgendwie hab ich es immer geschafft.
Aber mir reicht dieses „irgendwie“ nicht mehr, denn irgendwann wird es den Moment geben, an dem es „irgendwie“ nicht geklappt hat. Und da es schon jetzt im Examen nicht der Fall war, so muss der Moment doch letztendlich im Referendariat kommen... Irgendwann muss ich auf die Schnauze fliegen, oder? Und bitte, nicht im Referendariat. Es gab in der Vorzeit genug passende Momente, jetzt habe ich aber Angst, dass ich versage. Ganz einfach.
Da ist die Angst, einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen und den alten ein Stückchen zu verlassen.
Momentan ist es gut so, wie es ist.
„Du musst etwas wagen, um was zu bewegen und weiter zu kommen.“
Ja, aber ein Stillstand ist im Moment so unendlich einfacher.
sternenwanderin - Di, 27. Okt, 15:47
